Torwartproblem gelöst
Ganz überraschend ergab es sich diese Woche, daß ich beim Fußballturnier der diesjährigen Azubi-Verabschiedung morgen nun doch nicht ins Tor muß:
Während ich nach Cheerleader-Püschel-Basteln einigermaßen selbstbewußt in der Küche verkündete, ich sei zwar komplett unsportlich, wolle aber dennoch alles geben, meldete sich der neue Praktikant ganz schüchtern: “Ich könnte das auch machen, wenn ich darf… ich hab schon mal in der Bezirksliga im Tor gestanden…”
Mir fielen sämtliche Steine vom Herzen, der Praktikant wurde verpflichtet und ausgibig für seine Tapferkeit belohnt (war ja schließlich erst sein erster Arbeitstag!).
Dann ging ich in meine Pädagogenburg zurück und teilte jedem, der es wissen wollte (oder auch nicht, da wollen wir zur Feier des Tages nicht kleinlich sein) laut singend mit:
“Ich muß nicht ins Tor, Sha-La-La-La-La…”
Heute nachmittag waren wir im Trainingslager, das wir vor den ahnungslosen teilnehmenden Mannschaften als Abschlußpicknick für die erfolgreichen Prüflinge getarnt haben.
Und seit heute nachmittag bin ich mir sicher:
Wenn wir schon nicht gewinnen, so werden wir auf jeden Fall optischer Sieger. Kein anderes Team hat nämlich Trikots mit Werkstattlogo. Und laut gröhlende, fahnenschwenkende Ausbilderinnen, ebenfalls mit Werkstattlogo (die Fahnen, nicht die Ausbilderinnen).
Wir überlegen noch, ob wir die KiTa, die täglich von uns mit Essen beliefert wird, mit einem Extra-Nachtisch bestechen. Dann könnte jede/r Spieler/in mit einem Kind an der Hand auf den Platz kommen…