Der Anbau
Der Bestand
Von den Ahnen meines Liebsten wurde im 2. Weltkrieg ein Mehrfamilienhaus mit rund 100 Quadratmetern Grundfläche errichtet. Dieses bot in den letzten Jahren Frank und seinen Geschwistern Schutz und Obdach.
Genau passend war es: Drei Kinder, drei Etagen, drei Wohnungen. Drei Zimmer, Küche, Bad im Erd- und ersten Obergeschoß, zwei Zimmer, Küche, Bad im ausgebauten Dachgeschoß.
Doch da kleine Kinder auch mal groß werden und große Kinder dazu neigen, ihre Heimstatt mit der Dame oder dem Mann ihres Herzens zu teilen, wurde der altgediente Kriegsbau nach 60 Jahren zu klein.
Und so schickten sich drei Paare und ein tapferer Hausbesitzer an, neuen Wohnraum zu schaffen.
Der Plan
Ein alter Anbau schließt an das Haus an. Allerdings schafft er nur einen neuen Raum - und das nur im Erdgeschoß, denn sein Dach auf Höhe des 1. Obergeschosses ist niedrig und auch nicht isoliert. Die Wohnungsmisere im Dachgeschoß lindert er also überhaupt nicht. Daher soll er weichen und an seine Stelle ein neuer Anbau von knapp 50 Quadratmetern Grundfläche treten, der über alle Etagen geht. Im ersten Stock wird ein Balkon entstehen.
Der neue Anbau wird in der Rohbauphase einfach nur an den Altbau vorgesetzt, um den Dreck in den Wohnräumen möglichst gering zu halten. Wenn alles fertig ist, werden die Räume verbunden und ausgebaut.
Dramatis personae
Anke und Tobias bewohnen das Dachgeschoß und sehnen den fertigen Anbau am meisten heran - kein Wunder, denn zu zweit in zwei Zimmern ist es doch recht eng. Tobias wünscht sich ein Arbeitszimmer, und Anke würde, wenn sie könnte, eine ganze Etage nur für Meerschweine reservieren.
Jens aus dem ersten Stock hat an dem Anbau nicht wirklich Interesse: Ihm reichen seine drei Zimmer. Daher wird die Fläche, die auf seiner Etage neu entsteht, von Anke und Tobias mitgenutzt. Er ist gelernter Elektrikmann - das kann noch kriegsentscheidend werden.
Frank und Towanda aus dem Parterre haben derzeit nicht sooo riesige Platznot in ihren drei Zimmern und haben das von Tobias ersehnte Arbeitszimmer schon. Allerdings hätten sie nichts einzuwenden gegen eine große Wohnküche, ein Bad mit Wanne und ein Gästezimmer, das nicht auf der anderen Seite des Flures liegt.
Rainer ist der Vater dieser ganzen Bande und außerdem Bauherr und Statiker in Personalunion.
Das Erdgeschoß neu/ alt in Wort und Bild

Zur Erklärung:
alt:
Die Maße des vorgesetzten Gästezimmers sind nach dem Abriß nur noch aus dem Gedächtnis rekonstruiert. Den Schuppen neben dem Gästezimmer habe ich nicht mit gezeichnet. Der kleine Raum im Hausflur/ Treppenhaus neben der Eingangstür ist ein Etagenklo (jaha, das hatte man damals so!), welches wir nach Ausbau der Keramik als Abstellkammer nutzen. Nach dem Anbau ist das Teil überflüssig und das Treppenhaus wird größer. So das Geld noch reichen sollte, gibt es stattdessen eine breitere Haustüre. Was vor der Küche so seltsam aussieht, ist eine Schiebetür.
neu:
Zwischen Bad und Küche ist eine schmale Abstellkammer - konnte leider aus Platzmangel nicht mehr beschriftet werden
. Vom Wohnzimmer aus wird eine Türe nach außen gehen, durch die man direkt auf den Platz hinter dem Haus kommt.
Den Baufortschritt nachlesen kann man in diesem Blog in der Kategorie “Bau”.