Aller Anfang ist schwer
Am Donnerstag, als ich ausnahmsweise mal pünktlich aus der Arbeit kam, war der geschätzte Schwager schon zwei Stunden lang fleißig: Er hat sich unserer kleinen Schmuddeleckchen gigantischen Müllhaufen erbarmt, die seit dem Bau unter dem Carport und im Keller liegen.
Was hatten wir das vor uns hergeschoben! Zwar wanderten immer mal wieder ein paar Kofferraumladungen Brennholz zum kaminbesitzenden Schwiegervater, oder ein paar Eimer Bauschutt.
Aber es schien nicht so richtig weniger zu werden: Herausgerissene Fenster, abmontierte Deckenverkleidungen, leere oder auch nicht ganz so leere Farb- und Putzeimer, Metallschrott… Ein buntes und illustres Sammelsurium wartete schon eine ganze Zeit lang darauf, daß wir nicht mehr die Ausreden wie “Sind ja noch am Arbeiten, das kommt am Ende alles zusammen weg.”, “Baustelle drinnen geht erst mal vor.” oder “Das Wetter ist so grottig, das tun wir uns jetzt nicht an.” ankämen. Sondern mit Anhängern, die den Kram zum Schrotthändler und zur Deponie fahren.
Als am Donnerstag der Schwager tapfer einen Anfang gemacht hatte, war plötzlich alles ganz einfach: Bis acht Uhr abends waren finstere Kellerverliese ausgemistet, unter dem Carport sieht es (von einigen restlichen Farbeimern und Teppichresten abgesehen) plötzlich wieder ganz zivil aus, und drei oder vier Fuhren unterschiedlichen Mülls Wertstoffs sind beim fachlich versierten Entsorger.
War gar nicht soooo schlimm… Es muß nur einer loslegen. Dafür ein Dank an den unerschrockenen Schwager.