Towandas Turbulenzen

Bau, Macs und der ganze Rest


Der ewige Abstiegskampf

Kategorie: fussball — towanda am Sonntag, 18. Februar 2007

Zwei abgefrorene Ärsche Hinterteile, zerstörte Illusionen und ein 1:3.

Das ist die Bilanz unserer tollen Idee, nach einer kompletten Saison mal wieder die Schals auf der Bielefelder Alm auslüften zu wollen (sic! Where the f*** is Schüco Arena?).

Gerade jetzt, nach dem Weggang von Thomas von Heesen, dachten wir uns: Unsere Arminia braucht uns jetzt. Schließlich hatten wir bisher erst einmal eine Niederlage erlebt, wenn wir im Stadion waren.

Arminia - Bochum: Ecke Korzynietz

Ach, und was soll ich sagen? Es war ein Debakel! Nicht so schlimm fand ich das 0:1 von Gektas gleich in der 2. Minute. Auch das 0:2 (ebenfalls von Gektas) in der 10. Minute hätte ich noch verschmerzen können.

Furchtbar war das Spiel von Arminia an sich, das selbst nach dem Anschlußtreffer von Wichniarek in der 26. Minute nicht noch mal die Hoffnung auf Chancen aufkommen ließ: Fehlpässe wechselten sich ab mit gar keinen Pässen, weil die Spieler am Ball klebten, bis ihnen die Bochumer den Ball trickreich abschwatzten. Es gab ja auch nicht viel anspielbare Stationen, weil sich kaum jemand freilaufen wollte.

Kaum Wechsel im Spielschema, keine Ideen und schon überhaupt kein Zusammenspiel. Es fehlte selbst das grundsätzliche Handwerkzeug, um den Ball über mehrere Stationen in Richtung eines Zieles zu bewegen.

Kurz: Es war ein Trauerspiel, und ich wagte nicht hoffen, daß es sich nach der Halbzeit bessern würde. Den neuen Cheftrainer Frank Geideck kann ich mir nicht als jemanden vorstellen, der in der Kabine klare Ansagen macht und die Mannschaft beim Halbzeitstand von 1:2 motiviert.

Arminia - Bochum: Blick auf die Suedtribuene und auf das traurige Ergebnis auf der Anzeigentafel

Es sind nicht die vergeudeten 2 Stunden und die 60 Euro, die mich so ärgern. Auch ein verkorkstes Spiel kann mal passieren.

Aber heute habe ich deutlich die Probleme gesehen, die Arminia die ganzen Jahre schon hatte und wohl immer haben wird. Es ist ein ewiger Kreislauf, bei dem ich kein Ende sehen kann:

Das Budget erlaubt nur begrenzt den Einkauf guter Spieler — schließlich war man ja letzte Saison nur knapp dem Abstieg entronnen. Oder die Saison vorher. In der Förderung des eigenen Nachwuchses hat sich zwar einiges getan, aber die Ernte reicht noch nicht aus.

Ein eher schwieriges Management wird den Teufel tun und einen richtigen “Charakterkopp” als Trainer einsetzen, weil sie mit diesem nicht klarkommen würden (Im Ernst: Könnte man sich wen wie Nürnbergs Meyer bei Arminia vorstellen? Nicht lange zumindest, und er würde die Brocken hinwerfen!)

Und die mittelklassigen Spieler versuchen eher, dem Elend zu entrinnen, als dem eigenen Team den Arsch zu retten, weil sie sich mit ihm identifizieren. Der bMwg brachte es auf den Punkt, als ich mal wieder jammerte, ich würde gerade keine Mannschaft spielen sehen: “Was soll der jetzt den Ball abgeben? Dann isser weg, und ohne Ball kann er den anderen Vereinen nicht zeigen, was er kann.”

Wenn sich hier nicht bald etwas ändert (sei es durch Spieler, die wirklich für Arminia spielen oder durch eine echte Trainerpersönlichkeit), dann bewahrheitet sich wohl meine Befürchtung, die ich heute angesichts eines echten Grottenkicks hatte:

Arminia Bielefeld ist eine Mannschaft des unteren Mittelfeldes und wird es immer bleiben.

Frühstück

Kategorie: der ganze rest, culinaria — towanda am Samstag, 17. Februar 2007

Today’s magic numbers: 13, 71, 86

Kategorie: fussball — towanda am Freitag, 2. Februar 2007