Towandas Turbulenzen

Bau, Macs und der ganze Rest


Something changed

Kategorie: der ganze rest, internet — towanda am Montag, 20. August 2007

Keine Bange, es gibt mich noch. Ebolas letzter Kommentar klingt besorgt, und ich hoffe, der Rest von euch sieht meine Netzabwesenheit mit mehr Gelassenheit und Ignoranz.

Es ist nur so: Seit dem langen DSL-Ausfall im Juni hat sich etwas verändert zwischen mir und meinen langjährigen Liebschaften, dem Internet und den Weblogs.

Fünf Wochen lief mein Leben ohne das Internet.
Und es lief nicht schlecht.

Tatsächlich waren meine Tage ohne Internet voll mit Arbeit, Baustelle, Hundebespaßung und dem üblichen Gedöns wie Haushalt, DSA-Zocken, Telephonieren mit Freunden und ab und an mal ein Buch, ein Flashspielchen oder ein kleines Extra wie Grillen, Kino, Feiern.

Nicht nur voll, sondern pickepackevoll.
Nicht stressig voll, sondern genau richtig, so daß man sich abends im Bett denkt: “Ach ja, fein war das.”

Nachdem sich im Juli mein erster “Huch, wir haben wieder Internet!”-Taumel gelegt hatte, fragte ich mich, wann ich denn bitteschön eigentlich Blogs lesen und schreiben möchte.

Da ich in meinem Tagesablauf keine Zeit fand, überlegte ich mir, was aus meinem jetzigen Leben ich dafür denn aufgeben möchte (Denn daß per Staatserlaß der Tag auf 26 Stunden ausgedehnt werden würde, erscheint mir höchst unwahrscheinlich.).

Genaugenommen überlege ich immer noch.

Den Feedreader habe ich seit dem Internetausfall noch nicht wieder aufgemacht. Es tut mir leid, ganz sicher habt ihr alle ganz tolle Beiträge geschrieben, die anregend und spannend zu lesen wären.

Ganz bestimmt habe ich auch eine ganze Menge verpaßt. Zwar höre ich im Auto regelmäßig Trackback und kriege so wenigstens die großen Säue mit, die durch Kleinbloggersdorf getrieben werden. Aber die kleinen quieken ja immer lustiger und machen mehr Spaß.

Auf meiner Kamera tummeln sich neue Baubilder von unserem Hausflur (Gerüchteweise baut man schon teuere Besucherparkplätze in der näheren Umgebung — denn eine Baustelle, die schon fast so lang dauert wie der Kölner Dom, muß eine Reise wert sein!).

Ich habe sie noch nicht gebloggt — mangels Zeit, und weil ich um das Thema Bloggen im Moment schleiche wie die sprichwörtliche Katze um den heißen Brei: Nur Einträge abkippen ohne ringsum auf dem neusten Stand zu sein und regelmäßig zu lesen, das ist doof.

Die Blogroll auszumisten, um das tägliche Pensum zu reduzieren, ist eine unglaublich undankbare Arbeit. Eher noch würde ich mein Kuhregal auf Null räumen können, als die Blogroll wesentlich zu verkleinern. Sind doch alles so tolle Seiten mit so tollen Beiträgen, jeder auf seine Weise!

Und wenn ich nun wieder anfange, zu lesen und regelmäßig zu schreiben, habe ich Sorge, daß etwas von all dem ganz unbemerkt aus meinem Leben herauskippt, das doch gerade so passend und fein ist. Vermutlich meide ich daher den Feedreader und das Eingabefeld der Adminzone der Turbulenzen.

Tja, nun wißt ihr, wie das mit mir, dem Internet und den Weblogs so ist. Aber abgesehen von solchen Luxusproblemchen geht es uns sehr gut.

Wenn aber jemand von euch eine Tüte Zeit findet, kann er sie gerne bei mir abgeben.

Und gegen einen Weblogeintrag von Towanda tauschen.

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